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Niederlage gegen Hasborn - Da war mehr drin!

1:2

Tore: 0:1 Trampert, Stefan (14.) 1:1 Lauer, Peter (16.) 1:2 Rohrbacher, Bernd (47.)
Zuschauer: 800 SZ: Gregorius, Arno (Bachem)

Presseberichte....

Hasborn. 2000 Zuschauer - das hat das Stadion des VfB Theley schon lange nicht mehr erlebt. Es ist ein eisiger Mittwochabend, schon knapp vor 21 Uhr. Die Flutlichter erstrahlen. Und unter ihnen 22 Kicker, die müde auf dem nassen Rasen liegen. Sie haben in 120 Minuten alles gegeben, gekämpft, gefightet bis zum Umfallen. Es ist das Derby zwischen dem VfB Theley und dem SV Hasborn. Dieses ewig junge Derby im Nordsaarland. In solchen Partien wird Fußball-Geschichte geschrieben: Ein Elfmeterschießen muss entscheiden, wer ins Achtelfinale um den Fußball-Saarlandpokal einzieht. Nein, spannender könnte es wirklich nicht sein. Aber keine Angst, niemand hat etwas verpasst. Denn dieses Duell der beiden Erzrivalen steigt erst am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr. Für viele auf und am Fuße des Schaumbergs ist dieses Los das Traumlos in der zweiten Hauptrunde des Saarlandpokals.
Es scheint, als habe der Pokal in der Tat seine eigenen Gesetze, jetzt, da beide nicht mehr in der gleichen Liga spielen. Theley empfängt Hasborn und damit auch ehemalige Spieler. Wie zum Beispiel Christoph Eifler oder Thorsten Karthein (Foto: SZ).

"Die erste Reaktion war große Begeisterung", berichtet Letzterer aus Mannschaftskreisen, "das ist das richtige Los. Theley ist der richtige Motivationsgegner." Motiviert sind eh wieder alle, glaubt man den Phrasen, die irgendjemand mal losgelassen hat. Für den 30-Jährigen ist diese Partie ohnehin etwas Besonderes. Denn Karthein steckt mittendrin in einem Leidensjahr. So oft und so lange war der Polizeibeamte in einer Saison noch nicht verletzt: Es begann am Ende der Vorbereitung mit einem Bänderriss. Als er endlich wieder an der Mannschaft dran war, wurde er rückfällig. Probleme mit den Adduktoren zwangen ihn zu einer erneuten Pause. Erst drei Spiele konnte er über 90 Minuten absolvieren. So kennt man den Abwehrhünen gar nicht. "Dass die Verletzungen so andauern, habe ich noch nicht gehabt", sagt Thorsten Karthein, "fast die ganze Vorrunde. Jetzt sind es mehr muskuläre Probleme." Für Theley aber ist er fit. Keine Frage.

Nach vier Jahren beim VfB ist er schon seit fünf Jahren wieder bei den Rot-Weißen aus Hasborn. Karthein: "Der Liga-Unterschied macht am Mittwoch nichts aus. Das ist gleichgültig." Zumal beide mit den gleichen Vorzeichen starten. Sie bringen aus der Liga einen positiven Trend mit, Theley aus der Verbandsliga und Hasborn aus der Oberliga. Karthein: "Den Klassenerhalt schaffen beide Mannschaften. Wir haben einen guten Lauf und Theley hat sich nach dem Trainerwechsel gefunden und gefangen." Doch trotz allen Lobes ist eines klar. "Wer heute Abend gewinnt? Natürlich wir", sagt Thorsten Karthein. Ob es ins Elfmeterschießen geht, davon kann sich heute Abend jeder selbst überzeugen.


 

Ein Tor mehr schießen vor einer vierstelligen Zuschauerzahl
Heute spielt Theley gegen Hasborn im Fußball-Saarlandpokal

Der VfB Theley gegen den SV Hasborn. Da sind jegliche Worte überflüssig. Allerdings treffen die beiden Erzrivalen am Mittwoch um 18.30 Uhr in Theley zum ersten Mal seit Jahrzehnten im Fußball-Saarlandpokal aufeinander. SZ-Mitarbeiter Thorsten Klein unterhielt sich vor der Partie mit den beiden Trainern.

Theley im Abstiegskampf der Verbandsliga, Hasborn in der Oberliga. Warum steigen beide nicht ab?
Fred Schneider (VfB Theley): Weil wir gefestigt sind und wissen, worauf es ankommt. Wir sind soweit, dass wir gegen Spitzenmannschaften punkten können. Hasborn ist ein eingespieltes Team. Die gehören in die Oberliga.

Bernd Rohrbacher (SV Hasborn): Ich hoffe es, weil wir 22 Punkte haben und noch 18 machen werden. Theley packt es, weil sie fünf Mannschaften hinter sich lassen. Sie haben sich gefangen und harmonieren viel besser.

Was schätzen Sie am Gegner?

Schneider: Die Kompaktheit. Sie stehen in der Defensive gut und schließen die wenige Möglichkeiten, die sie vorne haben, erfolgreich ab.

Rohrbacher: Ähnlich wie bei uns ist es das Kollektiv. Das wird kein Spaziergang.

... trotz Ihrer eigenen Stärken?

Schneider: Bei uns entwickelt sich das alles erst. Wir müssen kapieren, dass wir nicht nur Hurra-Fußball spielen können, sondern auch sicher in der Defensive stehen müssen.

Rohrbacher: Wir müssen auch gegen Theley als Mannschaft funktionieren, weil wir nicht die fußballerischen Größen in der Truppe haben.

Hat der Pokal nicht auch seine eigenen Gesetze?

Schneider: Ich hoffe, dass es so kommt.

Rohrbacher: Wir haben im Pokal schon alles erlebt. Durch die Ligazugehörigkeit ist man nicht automatisch Favorit. Für Theley wird es das Spiel der Saison.

Und hat ein Derby seine eigenen Gesetze?

Schneider: Das ist wie mit dem Pokal. Da geht es um mehr, wenngleich Hasborn klarer Favorit ist.

Rohrbacher: Unter mir haben wir noch kein Pflichtspiel gegen Theley verloren.

Wie verhält es sich mit dieser Motivation, die man nicht besonders reizen muss?

Schneider: Klar, wir wollen dem Nachbarn zeigen, wer die Nummer eins ist.

Rohrbacher: Wir haben damit mehr Probleme. Es ist leichter, gegen einen höherklassigen Gegner zu motivieren als vom hohen Ross runter zu kommen.

Warum glauben Sie, dass Sie gewinnen können?

Schneider: Hasborn wird hoffentlich einen schlechten Tag haben und wir haben gegen Brebach oder Köllerbach schon mehr als Paroli geboten.

Rohrbacher: Weil wir ein Tor mehr schießen.

Kribbelt es schon im Bauch?

Schneider: Sicher. Auf jeden Fall.

Rohrbacher: Nein, ich bin noch im Alltagsstress.

Wie viele Zuschauer werden kommen?

Schneider: Es wird vierstellig.

Rohrbacher: Ich hoffe auf gut 800.

Zum Schluss Ihr Tipp bitte.

Schneider: Es wird ein enges Spiel mit dem glücklichen Ende für uns.

Rohrbacher: Wie gesagt: Wir gewinnen mit einem Tor Unterschied.

 

Alle Paarungen der 2. Hauptrunde des Saarlandpokal 2005/2006 findet ihr hier

Michael Kostka im Kopfballduell mit Hasborns Raphael Schäfer
Thorsten Karthein bewacht René Kläser
Jan Morsch in der RWH-Zange (vorne:Pascal Dörr)
Michael Zägel gegen RWH_Coach Bernd Rohrbacher und Thorsten Karthein
Thomas Weisgerber mit der Chance zum Ausgleich. Jörg Henkes aufmerksam!

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