Über dem Schaumberg
kreist das Abstiegsgespenst. Fällt es über den SV
Hasborn in der Fußball-Oberliga her, wird es auch ganz,
ganz schnell beim Verbandsligisten VfB Theley in
Erscheinung treten. Denn, so formuliert es Fred
Schneider: "Der Kreis der Absteiger wird enger. Die
letzten Vier werden die beiden Absteiger ausmachen. Ich
gehe nach wie vor von zwei Absteigern aus."
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Theley.
Der Trainer des VfB Theley
schlägt die Alarmglocke. Nach dem 1:3 beim direkten
Konkurrenten FSV Jägersburg sind zumindest die
Umrisse des Abstiegs-Gespenstes schon zu sehen. Fred
Schneider holt deshalb verbal weit aus: "Wir haben
uns präsentiert wie ein Absteiger. Das habe ich der
Mannschaft auch gesagt. Kein Leben, kein Biss, gar
nix." Die erste Halbzeit in Jägersburg sei die
Fortsetzung von Limbach gewesen, als Theley
ebenfalls gegen einen Abstiegskandidaten die Segel
strich. "Es fehlt an der Grundeinstellung, mal die
Ärmel hoch zu krempeln", erklärt der VfB-Trainer,
"der ein oder andere ist nicht fit, weil er zu wenig
trainiert. Andere laufen nur mit. Sie spielen immer
auf einem Level. Talente hin, Talente her. Talente
sind sie schon seit sechs Jahren." Seine Äußerungen
erinnern an Trapattonis Brandrede von München.
"Immer verletzt" und "Flasche leer", stotterte Trap
damals auf deutsch-italienisch.
Schneider beherrscht die deutsche Sprache und hat
festgestellt: "Es fehlt der letzte Wille und der
letzte Biss. Wir haben zu viele Mitläufer. Wir haben
von der Einstellung zu viele Leute, die kein
Verbandsliga-Format haben. Wissen Sie, wer mir Leid
tut? Die Zuschauer und der Vorstand. Die Zuschauer
sind immer dabei." |
Es sind harte Worte, zu denen der Polizist aber steht,
und die er auch schon dem Vorstand zum Ausdruck gebracht
hat. Einigen seiner Spieler spricht er die
Verbandsliga-Tauglichkeit ab, ohne Namen nennen zu
wollen. Schlimm sei nur, wenn sie ihre Defizite nicht
einmal auszugleichen versuchen. Mit Einsatz oder
Kampfgeist. Schneider: "Fakt ist, dass eine Reaktion
kommen muss. Einige sind sich nicht im Klaren, um was es
hier geht."
Die Konkurrenz scheint es verstanden zu haben. Denn erst
siegte Palatia Limbach gegen Theley, nun auch Jägersburg.
Beide haben sich Luft im Abstiegskampf verschafft.
Schneider nennt außerdem Hühnerfeld: Die Viktoria hatte
vergangene Woche noch 0:8 gegen Wiesbach verloren. Der
Trainer des VfB Theley: "Das ist aber nicht
entscheidend. Entscheidend ist, dass sie gegen Limbach
gewonnen haben." So haben sie nämlich nach Punkten mit
Theley gleichgezogen. "Ich will keine Panik machen",
erklärt Fred Schneider, "aber man muss das so sehen.
Denn Gresaubach und Reimsbach werden noch punkten." Die
beiden hätten mit dem Abstiegskampf nichts zu tun.
Die Kluft zum Mittelfeld der Liga wird also größer
werden. Schneider: "Wir haben noch eine realistische
Chance, aber dann muss ein Umdenken kommen. Und zwar
sofort. Wenn das nicht kommt, wird es für uns nicht
reichen. Dann werden wir wohl absteigen."
Der VfB Theley hat nun den SV Auersmacher und dann im
Nachholspiel den FC Kutzhof vor Augen. Die nächsten
beiden Wochen fehlt zudem Manuel Schmitt, Peter Lauer
wird ab April vier Wochen nicht zur Verfügung stehen.
"Dann darf personell gar nix mehr passieren", erklärt
Fred Schneider, "dann darf auch kein einziger Zahn mehr
wackeln. Wir gehen so schon auf dem Zahnfleisch." Aber
das liegt Fred Schneider auch am Herzen: "Die Mannschaft
hätte durchaus das Zeug für den Klassenverbleib - das
geht aber nur mit der entsprechenden Einstellung." "Es
fehlt an der Grundeinstellung, mal die Ärmel hoch zu
krempeln".
Fred Schneider, Trainer des VfB Theley
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