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VfB Special

 

 
Endlich, endlich, endlich.... Erster Dreier im Jahr 2006 für den VfB

3:1

Tore: 0:1 Strauß, David (30.) 1:1 Zägel, Michael (40.) 2:1 Morsch, Jan (65.) 3:1 Sietzer, Daniel (90.)
Zuschauer: 500 SR: Seiwert

Vorbericht:

Abgang zweier Traditionsklubs?

Morgen ist das Schicksalsspiel für Theley
Verbandsliga-Schlusslicht empfängt Hüttigweiler - Schneider mit Moral zufrieden
Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Klein

Theley ist mit vier Punkten Rückstand Tabellenletzter der Verbandsliga, auch für den SV Hasborn wird die Lage in der Oberliga immer dramatischer. Beim Tabellenschlusslicht Bingen gab es eine 0:2-Niederlage. Wo soll Rot-Weiß die noch fehlenden Punkte holen?
"Einstellung stimmt jetzt"


Abgang? Für den VfB Theley wird es in der Verbandsliga immer enger. Gewinnt der VfB morgen nicht, laufen nie die Spieler nicht mehr oft in der Verbandsliga auf. Foto: atb

Hasborn. Ein schwarzer Sonntag. Pechschwarz für die Rot-Weißen aus Hasborn. In der Halbzeit musste Stefan Freyer raus. Es wird befürchtet, dass sein operiertes Knie wieder am Kreuzband beschädigt ist. In der 64. Minute knickte Manuel Schirra um. Er erhielt am Montagmorgen die bittere Diagnose: Die Außenbänder im rechten Fuß sind gerissen, die Kapsel ist verletzt. Sechs Wochen Sportverbot. Damit ist die Saison für den Mittelfeld-Mann gelaufen.
Die Zahl der Spieler des Fußball-Oberligisten SV Hasborn schrumpft in einer Furcht erregenden Regelmäßigkeit. Beim Spiel in Bingen saßen ohnehin nur noch zwei Reservespieler auf der Bank! Sollte auch Freyer noch ausfallen, wäre Ersatztorwart Jens Thurnes der einzige verbliebene Auswechselspieler. Thurnes hatte in Bingen vorsichtshalber das Torwart-Trikot gegen das Trikot mit der Nummer 14 getauscht.

Rabenschwarz war der Sonntag auch in sportlicher Hinsicht. Hasborn unterlag beim Schlusslicht mit 0:2. Mit dieser Leistung wäre der Klassenverbleib nicht verdient. "Natürlich sieht es nicht positiv aus, gegen den Letzten zu verlieren", sagt Trainer Bernd Rohrbacher. "Aber was sollen wir machen? Sollen wir die Segel streichen oder die Tür zusperren? Wir sind noch immer auf einem Nichtabstiegsplatz." Aktuell, also sieben Spiele vor Saison-Ende, wäre der SV Hasborn gerettet. Denn der 1. FC Kaiserslautern II steht in der Regionalliga auf einem Nichtabstiegsplatz. Hassia Bingen hat als Tabellen-17. den sicheren Abstiegsplatz inne. Der Abstand zu Hasborn beträgt noch fünf Punkte. Aber: Sollte der 1. FC Kaiserslautern II aus der Regionalliga absteigen, würde auch der 16. den Gang in die Verbandsliga antreten müssen. Dort steht derzeit die SG Betzdorf. Und deren Abstand zu Hasborn beträgt noch ein mickriges Pünktchen. Und sollte auch die SV Elversberg noch in den Abstiegsstrudel der Regionalliga geraten, würde der Oberliga-15. auch noch absteigen. Dort steht Hasborn. Der Abstieg von Eintracht Trier aus der Regionalliga wäre gleichgültig, weil dann Eintracht Trier II automatisch aus der Oberliga raus muss. "Wir sind nicht so gut wie anfangs mit dem fünften Platz", sagt Bernd Rohrbacher, "aber wir sind auch nicht so schlecht, wie wir derzeit abschneiden." Am Samstag kommt Mechtersheim, zeitgleich spielt Betzdorf gegen Bingen. "Wir haben danach noch Mayen, Betzdorf und Trier II", blickt Rohrbacher voraus, "also ist es keinesfalls so, dass wir alles verlieren müssen." Gleichzeitig gibt er aber auch zu: "Wenn du gegen den Letzten nix holst und die Gesamtsituation siehst, kannst du nicht sehr optimistisch sein." Das 0:2 in Bingen war die elfte Niederlage in Folge. Rohrbacher hofft, dass mit Stefan Trampert bald der erfolgreichste Torjäger aus der Meister-Saison wieder fit ist. Trampert trainiert seit einer Woche. Sonst steht der Hasborner Trainer vor einer großen Herausforderung. "Wer spielen soll?", entgegnet Rohrbacher, "ich weiß es nicht." Spieler aus der A-Jugend müssten aushelfen, die zweite Mannschaft kann nicht wirklich unterstützend helfen.Theley. Die Situation wird dramatischer. Fußball-Verbandsligist VfB Theley hat acht Spiele vor Saison-Ende nur noch eine Möglichkeit, den drohenden Abstieg abzuwenden: Ein Sieg am Mittwoch gegen den VfB Hüttigweiler muss her. Um 18.30 Uhr kommt es am Schaumberg zum Duell der beiden Kellerkinder. Mit diesem Nachholspiel bietet sich Theley die Chance, den Abstand auf den Vorletzten Viktoria Hühnerfeld auf einen Zähler zu verkürzen. "Es ist das Schicksalsspiel", sagt Trainer Fred Schneider nach dem 0:3 gegen Röchling Völklingen. "Uns hilft nur ein Sieg. Ein Erfolgserlebnis." Hühnerfeld hat die. Insgesamt sieben Punkte hat der SCH nach der Winterpause geholt, womit Theley auf den letzten Tabellenrang abgerutscht ist. Auch Hüttigweiler punktete am Wochenende - 2:0 gegen Perl. Das lässt die Sorgenfalten in Theley größer werden. "Wenn es am Mittwoch gegen Hüttigweiler nicht für einen Sieg reicht, müssen wir zweigleisig planen. So blauäugig dürfen wir nicht sein", erklärt Schneider. Der ein oder andere Spieler habe aber schon "grünes Licht" signalisiert, dem Verein die Treue zu halten. "Dennoch brauchen wir Verstärkungen und Veränderungen in der Mannschaft - egal in welcher Liga", so der VfB-Trainer. Die Hoffnungen auf ein weiteres Jahr in der höchsten saarländischen Liga hat er noch nicht aufgegeben. Die Mannschaft scheint die Gefahr der Situation erkannt zu haben. Denn der Trainer war trotz der jüngsten Niederlagen gegen Riegelsberg oder Völklingen mit der Moral zufrieden.


"Einstellung stimmt jetzt"
Schneider sagt: "Die Mannschaft hat gemerkt, dass sie mithalten kann. Es fehlt nur der Abschluss." Selbst die Zuschauer haben dies erkannt, glaubt der Trainer. "Die Mannschaft gibt alles, ich kann ihr derzeit keinen Vorwurf machen", erklärt Schneider. "Das hat sich gegenüber den vergangenen Monaten geändert."

Gegen Hüttigweiler hofft er auf das "Glück des Tüchtigen" und nennt ein Beispiel: "Ren&; Kläßer überlegt vor dem Tor zu lange. Das ist der Knackpunkt. Normal macht er die Dinger weg." Allerdings merke man gerade in der jetzigen Phase, dass einige Spieler nicht fit sind - können sie auch nicht, weil sie wegen Verletzungen oder beruflich bedingt nicht regelmäßig trainieren. Die Parallele zum SV Hasborn in der Oberliga ist unverkennbar. Die Negativserie reißt nicht ab, die personelle Situation ist mangelhaft. "Ich würde Hasborn den Klassenverbleib gönnen", sagt Schneider, "nicht nur aus Eigennutz, auch weil die Mannschaft aus wenig viel gemacht hat." Hasborn könnte beim eigenen Abstieg den Abstieg des VfB Theley praktisch besiegeln. Außer, der VfB punktet gegen Hüttigweiler. Schneider: "Wir dürfen nicht den Kopf verlieren, sondern müssen hinten stabil stehen und hoffen, dass es vorne endlich mal reicht. Wir hoffen auf den Befreiungsschlag." Mit einem Sieg wären es nur noch ein Punkt auf Hühnerfeld und jeweils drei auf Hüttigweiler und Jägersburg. "Wir unterhalten uns noch nicht über die Landesliga", sagt Schneider. Das könnte sich am Mittwochabend ändern

 

Theley sendet ein Lebenszeichen

Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Klein

Der VfB Theley lebt noch! Mit einem Befreiungsschlag am Mittwochabend vor 500 Zuschauern hat sich der Fußball-Verbandsligist selbst wieder ins Rennen um den Klassenverbleib gebracht.



Erleichterung pur. Theleys Trainer Fred Schneider umarmt nach dem wichtigen 3:1-Sieg Manuel Schmidt. Foto: atb

Theley. Es läuft die Nachspielzeit im Schaumbergstadion. Konter für den VfB Theley. Daniel Sietzer nimmt Maß - und schlenzt den Ball von halblinks mit dem rechten Innenrist ins lange Eck. Das 3:1 für Verbandsliga-Schlusslicht Theley. Trainer Fred Schneider feiert das Tor wie den Klassenverbleib, er hüpft und umarmt Betreuer und Ersatzspieler. Auf dem Platz sacken Spieler zusammen. Sie liegen mit ausgestreckten Armen da und blicken glückselig in den Nacht-Himmel. Die Sterne stehen in diesem Augenblick gut für den VfB. Torwart Rene Paul stürmt über den ganzen Platz zur linken Eckfahne, wo sich Sietzer feiern lässt. Schiedsrichter Raphael Seiwert pfeift erst gar nicht mehr an. Es ist geschafft! 3:1 besiegt Theley den VfB Hüttigweiler im Abstiegskrimi. Die Tabelle ist mit diesem Nachholspiel bereinigt, Theley wieder bis auf einen Zähler am Vorletzten Viktoria Hühnerfeld dran. Alles scheint wieder möglich am Schaumberg. Nur noch drei Punkte sind es bis Hüttigweiler und Jägersburg. "Es war klar, dass heute nur ein Sieg zählt", sagte Trainer Fred Schneider nach 90 anstrengenden Minuten. Es zischte förmlich in der trockenen Kehle beim wohl verdienten Siegesbier. "Ich hoffe, das war die Wende", erklärte Schneider. "Wir haben dort weiter gemacht, wo wir die vergangenen drei Spiele aufgehört hatten."
Der VfB Theley spielte engagiert. Dennoch war beiden Mannschaften in der Anfangsphase anzumerken, dass es "ein reines Nervenspiel" (Schneider) ist. Die Nerven behielt
Heiko Schneider, als er nach 24 Minuten einen Schuss des Hüttigweilers David Strauß von der Linie kratzte. Nerven behielt jener Strauß aber auch sechs Minuten später, als er einen von Dominik Merz an Kevin Schmidt verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte. "Wir haben Hüttigweiler mit einem Elfmeter ins Spiel gebracht", analysierte Schneider. "Aber deren Führung war in der ersten Halbzeit verdient. Wir waren nicht eng genug am Mann." Fast die ganze erste Halbzeit! Bis Sebastian Schiffczyk, der Torwart des VfB Hüttigweiler, patzte. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel leistete er sich einen katastrophalen Schnitzer, den Michael Zägel zum 1:1 nutzte. "Der Ausgleich hat uns auf die Sprünge geholfen", sagt Schneider, "wir hatten danach alles im Griff." Folgerichtig ging Theley mit 2:1 in Führung. Wieder einmal war Zägel der Ausgangspunkt - wie so oft bei den Theleyer Offensivaktionen. In der 57. Minute bedankte sich Jan Morsch mit dem 2:1 für Zägels Vorarbeit. In der Schlussphase aber drängte Hüttigweiler vehement auf den Ausgleich, hatte ihn durch Frank Dörr auf dem Fuß. Der Torjäger aber scheiterte mit einem sehenswerten Freistoß am Lattenkreuz (87.). In jener Sturm- und Drangphase bewies erneut Michael Zägel sein Können. Er bediente Sietzer zum 3:1 - und das trotz einer Erkältung. Zägel wollte aber unbedingt spielen. Schneider lobte: "Er ist immer präsent, er reißt die Mannschaft mit." Ein echter Sturmführer, den der VfB Theley dringend notwendig hat(te). "Die Chancenausbeute war optimal und der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit verdient", erklärte Schneider. Theley hat ein Spiel gewonnen, den Abstiegskampf noch nicht. Der VfB-Trainer weiter: "Jetzt müssen wir in den entscheidenden Spielen wie Hühnerfeld, Reimsbach oder Reiskirchen punkten." Trotz Rückstandes in der Tabelle hat es der VfB Theley selbst in der Hand - dank des 3:1 gegen Hüttigweiler. "Ich hoffe, das war jetzt die Wende. Wir haben dort weiter gemacht, wo wir die vergangenen drei Spiele aufgehört hatten."

VfB-Trainer Fred Schneider

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